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Tragbarkeit und Eigenmittel: So rechnen Schweizer Banken

Ob eine Bank Ihre Hypothek gewährt, hängt von zwei Fragen ab: Haben Sie genug Eigenmittel, und können Sie die Kosten langfristig tragen?

6 Min. LesezeitAktualisiert am Helvenest

Eigenmittel

Banken finanzieren meist höchstens 80 % des Belehnungswerts. Mindestens 10 % des Kaufpreises müssen „harte“ Eigenmittel sein, also nicht aus der Pensionskasse: Erspartes, Säule 3a, Schenkungen oder Erbvorbezüge.

Die Tragbarkeitsrechnung

Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von rund 5 %, unabhängig vom aktuellen Zinsniveau. Dazu kommen rund 1 % des Objektwerts für Unterhalt und Nebenkosten sowie die Amortisation. Zusammen sollten diese Kosten etwa einen Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen.

Beispiel: Objekt für CHF 1’000’000Betrag
Eigenmittel (20 %)CHF 200’000
Hypothek (80 %)CHF 800’000
Kalkulatorischer Zins 5 %CHF 40’000 / Jahr
Unterhalt 1 %CHF 10’000 / Jahr
Amortisation (2. Hypothek in 15 Jahren)CHF 9’000 / Jahr
Total WohnkostenCHF 59’000 / Jahr
Nötiges Bruttoeinkommen (×3)ca. CHF 177’000 / Jahr

Amortisation

Die zweite Hypothek, der Teil über zwei Dritteln des Werts, wird in der Regel innert 15 Jahren oder bis zur Pensionierung abbezahlt, direkt oder indirekt über die Säule 3a.

Selbst rechnen

Mit dem Rechner auf der Helvenest-Startseite erhalten Sie eine erste Schätzung der monatlichen Kosten. Die verbindliche Prüfung macht Ihre Bank.

Häufige Fragen

Warum 5 % Zins, wenn die Zinsen tiefer sind?

Banken prüfen, ob Sie die Hypothek auch bei höheren Zinsen tragen könnten. Der kalkulatorische Zins ist deshalb bewusst hoch angesetzt.

Zählt das Einkommen beider Partner?

Ja, bei gemeinsamem Kauf rechnet die Bank in der Regel mit dem gemeinsamen Haushaltseinkommen.

Allgemeine Informationen ohne Gewähr. Kantonale Regeln und Ihr Vertrag können abweichen; lassen Sie sich im Einzelfall beraten.

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